Gemeindebauten der Ersten Republik

Sie interessieren sich für Gemeindebauten, welche im Rahmen der Ersten Republik errichtet worden bzw. generell entstanden sind? Dann sind Sie hier bei uns auf www.republikausstellung.at genau richtig. Unsere Webpräsenz informiert Sie über die Zeit in Österreich zwischen den Jahren 1918 und 2008. Kommen Sie mit uns mit und gewinnen Sie einen Einblick in die Erste Republik Österreichs.

Zeitlich ist die Erste Republik in Österreich zwischen 1918 und 1934 einzuordnen. Damals regierte im sogenannten Roten Wien, so bezeichnete man in der Zeit von 1918 und 1934 die österreichische Hauptstadt Wien, die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs (SPÖ). Genau genommen wollte die Sozialdemokratische Arbeiterpartei die allgemeinen Lebensumstände des Arbeitervolkes in Österreich weitgehend verbessern. Dies war auch der Grund, weshalb ein essentielles Projekt zur Realisierung dieses Umstandes ins Leben gerufen wurde. Infolgedessen wurde beschlossen, eine Vielzahl an sogenannten Gemeindebauten zu errichten. Dabei handelte es sich meist um große Wohnanlagen und Wohnkomplexe mit zahlreichen Wohnparteien.

Tatsache ist, dass die Grundstückspreise in Wien rund um die Zeit der Ersten Republik drastisch in den Keller gefallen sind. Aufgrund dieser gesunkenen Preise konnte Wien zahlreiche Grundstücke zu passablen Preisen kaufen – so unter anderem den „Drasche-Gürtel“ im Süden Wiens oder die sogenannten „Frankl-Gründe“. Diese Grundstücke wurden folglich dafür benutzt, um darauf Gemeindebauten zur Verbesserung der Lebenssituation der Arbeiter zu errichten.

Heutzutage gestaltet sich der Immobilienkauf in Wien etwas anders als zur damaligen Zeit zwischen 1918 und 1934. Die Grundstücks- und allgemeinen Immobilienpreise in Wien erweisen sich als äußerst hochpreisig und teuer. Wer also in der Hauptstadt Österreichs wohnen möchte, der wird etwas tiefer in den Geldbeutel greifen müssen. Unser Tipp für Sie: Tolle Immobilien in Wien und rund um Wien finden Sie unter anderem auf der neuen, österreichischen Immobilienplattform www.immobilienscout24.at. Damit ist Immobilienscout24 nun auch in Österreich mit einem virtuellen Immobilienmarkt vertreten. Geben Sie für Ihre Suche nach Wohnungen und Häusern in Wien einfach die passende PLZ ein und wählen Sie aus, ob Sie eine Wohnung oder ein Haus zum Kauf oder zur Miete suchen.

Im Jahre 1922 war es endlich soweit: Wien wurde zu einem eigenständigen Bundesland Österreichs erklärt. Dadurch erlangte Wien zudem die sogenannte Steuerhoheit. Infolgedessen wurde auch eine Wohnbausteuer eingeführt. Diese wurde von allen Besitzern sämtlicher, vermietbarer Räume eingehoben. Das Hauptziel von Wien bestand jedoch grundlegend darin, große Wohnanlagen, Wohnbauten und Wohnkomplexe zu errichten, um den Einwohnern optimale Lebensbedingungen bieten zu können. Somit entstanden in 382 Gemeindebauten Wiens 65.000 Wohnungen, in denen 220.000 Menschen untergebracht werden konnten. Was die Vergabe dieser Wohnungen betraf, so sei an dieser Stelle angemerkt, dass sich dies nach einem sogenannten Punktesystem richtete. Dieses Punktesystem war so aufgebaut, dass Familien und einkommensschwache Bürger Wiens bevorzugt behandelt wurden.

Die klassischen Gemeindebauten des Roten Wiens, welche in der Zeit zwischen 1918 und 1934 entstanden sind, finden Sie an folgend:

  • Lassallehof (2. Bezirk)
  • Rabenhof (3. Bezirk)
  • Metzleinstaler Hof und Reumannhof (5. Bezirk)
  • George-Washington-Hof und Victor-Adler-Hof (10. Bezirk)
  • Wohnhausanlage Sandleiten (16. Bezirk – die größte Anlage Wiens mit insgesamt 1.587 Wohnungen)
  • Karl-Marx-Hof (19. Bezirk – insgesamt 1.325 Wohnungen)
  • Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz (20. Bezirk – insgesamt 1.467 Wohnungen).

Auch in anderen Großstädten Österreichs wurden Gemeindebauten errichtet – so beispielsweise in Salzburg-Lehen, Linz-Urfahr oder Innsbruck-Wilten.